Nach einer etwas längeren Phase kontinuierlicher Abwesenheit bin ich nun also vor einer Woche in die WG zurückgekehrt und freue mich.
Die Madame wird noch bis in den Herbst hinein an ihrer Karriere basteln, und sie wird das in sicherer Entfernung tun. Für mich bedeutet das, dass sie nur so etwa jedes zweite Wochenende zu Hause sein wird und ich sie nun erstmal ein paar Monate lang nicht mehr sehen werde. Herrlich! Nun kann ich in der WG nun also nach einem Gutdünken schalten und walten. Es gilt lediglich, eine völlige Verwahrlosung von Haus und Blumenbeeten zu verhindern. Den Rasen mäht der Nachbarsnachwuchs, die Pflanzen im Haus wurden dem madame´schen Freund anvertraut.
A propos… Letzte Woche habe ich ihn endlich persönlich kennengelernt, den madame´schen Freund. Bisher kannte ich von ihm ja nicht mehr als die Stimme am Telefon, das Auto auf der Auffahrt, diverse Kleidungsstücke im Bad und die gedämpfte Stimme aus dem Zimmer gegenüber. Aber jetzt sind wir uns tatsächlich persönlich begegnet und ich muss zugeben, dass er ein feiner Kerl ist. Er wird auch nicht ständig nach den Pflanzen im Haus gucken, sondern wohl nur so mal am Wochenende und ganz manchmal zwischendurch. Ich bin ja schließlich auch noch da… und mit der ständigen Option auf das Erscheinen des madame´schen Freundes incl. Haustürschlüssel kann hier auch gar kein überdimensionales und somit petzenswertes Chaos im Haus entstehen. Eine gute Sache…
Nun denn, ich bin hier nun also alleine und habe mich eigentlich nicht groß um irgendwelche Angelegenheiten zu kümmern. Aber ich, als netter Mensch und stetiger Sonnenschein (ahem….), habe dennoch ehrgeizige Pflege. Im Moment sehen Haus & Hof zwar durchaus ordentlich aus, aber so richtig ideal ist das alles noch nicht. Und genau daran werde ich hier in den nächsten Tagen, Wochen und Monaten arbeiten. Wie sagt man doch immer so schon? Wenn erstmal eine gewisse Grundordnung herrscht, dann geht der Rest fast wie von allein.
Ich werde gleich heute damit anfangen. Und weil ich mich manchmal gerne selbst toll finde, werde ich hier irgendwo auf dem Blog eine Kategorie für mein Leben als fleißiges Dorfkind (ohne Madame) einbauen und mit diversen Arbeitsergebnissen befüllen. Vielleicht gibt es irgendwann auch mal Fotos, obwohl ich das ja immer wieder verspreche und mich dann doch nie daran halte. Ach, mal gucken.
Jetzt ist aber erstmal wieder Schluss mit dem Internet. Ich mal eben kurz zur Tanke spazieren und mich dann im Anschluss selbst bedauern, weil ich vorhin bei E*e*a auf einem blöden Stück Plastik ausgerutscht bin und mir dabei das Knie aufgeschürft habe. Vielleicht hätte ich auf der Stelle ein riesiges Theater veranstalten und Schadensersatz verlangen sollen. Aber eigentlich war ich viel zu gerührt von der Tatsache, dass sich lauter besorgte Opis sofort nach meinem Wohlergehen erkundigt haben und wissen wollten, ob mir denn auch wirklich nichts passiert ist. Was ja nun bei näherer Betrachtung eigentlich auch der Fall ist. Das Knie ist eben aufgeschürft, puckert ein bisschen und reaigert verhalten empfindlich auf das Rumschuppern der Jeans im Krisengebiet. Dafür sieht es aber wenigstens so ramponiert aus, dass zumindest ein wenig Selbstmitleid durchaus gerechtfertigt ist. Und nicht nur das… Wegen dieser unfassbar schweren Verletzung fällt nun also die für diese Woche geplante Gartenarbeit flach. Ich kann ja schließlich nicht mit dem kaputten Knie auf der Auffahrt und im Blumenbeet herumkriechen.
Anyway, die Tankstelle wartet auf mich. Hm… Und das mit dem Spaziergang dorthin hat im Übrigen auch einen guten Grund. Ich muss nämlich nicht tanken, sondern ein Paket abholen. Der witzige Hermes-Mann hat am Freitag einen Mitteilungszettel vor die Haustür geschmissen (den ich zum Glück am Samstag noch dort vorgefunden habe), auf dem die Tankstelle als Abholungsort vermerkt war. Mich hat das irritiert. Der witzige Post-Mann stellt Pakete nämlich immer auf der Terrasse hinterm Haus ab und erspart und somit unnötige Rennerei. Aber naja… Die Tankstelle ist ja zum Glück auch nur so maximal 300 Meter von unserer Haustür entfernt, da lohnt das Losfahren mit dem Auto irgendwie so gar nicht. Darum der kleine Spaziergang zur Tankstelle, hinterher eine Runde Selbstmitleid und dann der Kampf gegen das versteckte Chaos.

2 comments
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Mai 12, 2009 um 5:56
Tasha
ja bitte! fotos! da bist du in der tat ein wenig geizig ;)
Mai 18, 2009 um 12:05
piri
Danke, erst einmal für deinen Kommentar bei mir. Nun muss ich hier aber zuerst einmal lesen, um zu begreifen, was so abgeht. Deswegen nur liebe Grüße, piri (Petra)